Winterurlaub auf den Kanaren

Wenn es draußen kalt, grau und ungemütlich ist brauchen wir ein bisschen Sonne und spanisches Lebensgefühl.  Um Kraft und Energie für das neue Jahr zu tanken eignet sich am besten ein Kurzurlaub auf den Kanaren.

Im Januar 2015 waren wir auf Fuerteventura und im Januar 2018 auf La Palma. Dieses Jahr wollen wir wieder eine der 7 kanarischen Inseln besuchen und entschieden uns für Teneriffa.

Morgen soll unsere Reise losgehen, aber diesmal aber diesmal war es unsicher wann und ob wir fliegen können. Da vor einigen Tagen die Germania, die Fluggesellschaft die uns nach Teneriffa fliegen sollte, Insolvenz angemeldet hat, sucht nun der Reiseveranstalter nach Alternativmöglichkeiten. Zuerst sollten wir einen Alternativflug bekomen, der dann doch nicht stattfand und die Reise wurde dann ganz storniert. Da ich aber unbedingt in die Sonne will, buchte ich gleich eine neue Reise. So geht es morgen, hoffe ich doch, Richtung Puerto de la Cruz.

Bevor ich dann über unsere Erfahrungen auf Teneriffa schreiben kann, möchte ich euch hier noch ein paar Tipps für Fuerteventura und La Palma geben.

Fuerteventura

Der Januar war eine gute Zeit um der Kälte zu entfliehen und ein bisschen Sonne zu tanken.

R2 Hotel – Bahia Playa

Wir verbrachten unsere Urlaubswoche im R2 Hotel-Bahia Playa in Tarajalejo. Es ist eine weitläufige Hotelanlage, mit mehreren Pools, Bars, Restaurants und noch mehr. Wir hatten ein eigenes Bungalow mit 2 Zimmern und private Terrasse. Es ist ein Erwachsenenhotel, aber mal eine Woche ohne Kindern entspannen, ist ja auch mal schön.

Das Hotel liegt in Tarajalejo, direkt am Meer. Taralalejo ist ein kleiner Fischerort, in dem es nicht viel zu sehen gibt. Es gibt aber eine Busverbindung in die nächst größere Stadt und man kommt auch mit dem Bus gut zum Flughafen. Dort haben wir uns ein Auto gemietet (ist auf der Insel nicht teuer) um den Rest der Insel zu erkunden.

Hier sind ein paar Bilder vom Hotel:

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 Fünf Orte die du auf Fuerteventura besuchen solltest:

Parque natural de corralejo

Unbedingt sollte man einen Spaziergang durch die Dünen des Parque natural de corralejo machen. Der Naturpark befindet sich im Nordosten der Insel. Der Park wurde 1982 gegründet. Der helle, feine Sand aus Muschelkalk bildet eine wunderschöne Dünenlandschaft.

Betancuria

Betancuria ist eine der 6 Regionen Fuerteventura. Ihr Verwaltungszentrum ist das Dorf Betancuria. Es gilt als das historisch bedeutsamste Ort Fuerteventuras. In Betancuria kann man viele Sehenswürdigkeiten auf engen Raum besuchen. Mit seinen verwinkelten Gässchen und den alten Häusern ist es bestimmt einer der schönsten Orte Fuerteventuras. Es gibt mehrere Restaurants die in schöner Umgebung zum Verweilen einladen. (Siehe Gastrotipp)

                

Punta de Jandia

Die Punta de Jandia mit den schönen Leuchturm befindet sich am äussersten Süd-Westzipfel Fuerteventuras. Sie ragt in den Atlantik hinein. Dort herrschen starke Winde und ein gefährlicher Wellengang. Das Baden ist von der Inselregierung verboten worden, da durch die Unterwasserströmungen jährlich Urlauber ums Leben kommen. Es ist eine schöne Autotour bis zur Südspitze. Es empfiehlt sich sowieso ein Auto zu mieten um die Insel zu erkunden.

Ajuy

Noch ein schöner Ort ist Ajuy. Es ist ein kleiner Fischerort an der Westküste Fuerteventuras. Der Ort wird von schroffen Kalksteinfelsen umrahmt.

Interessantes aus Wikipedia: Unweit des Ortes ging Anfang des 15. Jahrhunderts der Normanne Jean de Béthencourt an Land, um die Insel für die spanische Krone zu erobern.

Puerto de la Peña, ein heutiger Ortsteil von Ajuy war lange Zeit der Hafen der früheren Inselhauptstadt Betancuria. Auf Grund blutiger Piratenangriffe, trägt der schwarze Strand den Beinamen Playa de los Muertos – „Strand der Toten“.

Centro de interpretacion morro velosa

Wenn man einen Ausflug nach Betancuria unternimmt, sollte man den Centro de interpretacion morro velosa besuchen. Der Aussichtspunkt Mirador de Moro Velosa liegt auf einem Vulkankegel auf einer Höhe von etwa 645 Metern. Der Ort Betancuria ist etwa 3 Kilometer entfernt. Der Aussichtspunkt besteht aus einem Restaurant und einer Terrasse, welche sich in künstlerischer Weise in die Landschaft einfügen. Entworfen wurde der Aussichtspunkt von einer Verwandten des berühmten lanzarotenischen Künstlers César Manrique. (mehr Infos)

Die Aussicht war toll und der Kaffee sehr günstig!

Gastrotipps: Essen und Trinken auf Fuerteventura:

Tapas Essen in Betancuria

Wir waren im Cafe Santa Maria. Man kann dort leckere Tapas essen und in einem wunderschönen tropischen Garten sitzen.

Gin Tonic trinken an der Costa Calma

Zu jedem Urlaub am Meer gehört für mich auch ein GinTonic mit wunderbarer Aussicht. Ich habe eine kleine Strandbar, die „Palmita Snack Bar“, an der Costa Calma gefunden, an der nichts zwischen meinen Drink und das Meer war, außer ein bisschen Sand.

Danach kann man noch einen Spaziergang durch den schönen Strand der Costa Calma machen.

Die nächste Kanareninsel die wir besuchten war La Palma.

La Palma

Es war schon lange mein Wunsch die kleine grüne Insel „la isla bonita“ zu besuchen. Im Januar 2018 war es dann soweit.

Wir haben uns für einen Urlaub im Südwesten der Insel entschieden, da diese Seite die sonnigere ist. Besonders im Frühjahr kann es auf der Ostseite eher regnen. Überhaupt ist das Wetter auf la Palma sehr interessant und wechselt teilweise von Ort zu Ort. Während es in den Bergen regnet, scheint am Strand die Sonne. Ich habe noch nie soviele Regenbögen gesehen wie auf la Palma.

Unser Hotel, La Palma & Teneguía Princess, hatte eine wunderbare Lage. Es liegt direkt oberhalb des Meeres umgeben von Bananenplantagen. So konnten wir jedem Morgen mit einen Frühstück in der Sonne und den Blick auf den Atlantik beginnen. Die Hotelanlage ist groß, passt sich aber gut in die Landschaft ein. Sie ist geschmackvoll gestaltet, im Stil eines kanarischen Dorfes.

 

Unser Lieblingsfrühstücksplatz:

Hier noch ein paar Bilder vom Hotel:

Neben unserem Hotel war eine schöne kleine Bucht mit schwarzen Lavasand.

Fünf Orte die du auf La Palma besuchen solltest:

Santa Cruz de la Palma

Du solltest unbedingt die Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma besuchen und die hübschen Häuser mit den berühmten Balkonen anschauen. In Santa Cruz gibt es viele kleine schöne Läden die zum bummeln einladen und wo man schöne Mitbringsel für daheim kriegen kann. In den Kneipen und Restaurants kann man sich dann, bei einen Bier und Tapas oder Süßes und Kaffee, eine Pause gönnen. Am Hafen von Santa Cruz stehen oft einige große Kreuzfahrtschiffe.

Fuencaliente – Vulkane, Saline und Leuchturm

In Fuencaliente, ganz in der Nähe unseres Hotels gibt es zwei Vulkane, San Antonio (ca. 350m) und Teneguía (ca. 450m). Wir haben beide besucht. Für unsere Wanderung auf den Teneguía haben wir zwei Anläufe gebraucht. Bei unseren ersten Versuch, wurde das Wetter plötzlich schlechter und der Wind peitschte einen den kalten Regen ins Gesicht, sodass wir umdrehen mussten. Etwas weiter am Weg, war das Wetter wieder normal. So ist es halt auf La Palma.

Bei unseren zweiten Versuch machten wir die Wanderung um den Vulkan rum. Für unsere Wanderung benutzten wir die Wanderapp vom Michael-Müller-Verlag. Wir kamen damit recht gut zurecht, aber teilweise war der Weg doch nicht so einfach wie beschrieben.

Wir sind nicht bis zum Leuchturm „Faro de Fuencaliente“ gelaufen, da unser Auto auf der anderen Seite stand. Wenn man will, kann man vom Vulkan runter bis zum Leuchturm laufen. Wir sind aber mit den Auto hingefahren und haben im Restaurant des Leuchturm leckere „papas arrugadas mit mojo“ gegessen, das ist ein typisches kleines Gericht auf den Kanaren und sehr lecker. Beim Leuchturm befinden sich auch die Salinen von Fuencaliente. Auf den Weg zurück vom Leuchturm konnten wir noch einen schönen Regenbogen an einer wilden Küste bewundern.

Nationalpark Caldera de Taburiente

Sehr schön zum Wandern ist auch der Nationalpark Caldera de Taburiente. Wir konnten leider nicht den höchsten Berg la Palmas, die Roque de los Muchachos besuchen, da das Wetter zu schlecht war. Es hatte oben auf den Berg geschneit und der Zugang war gesperrt. Auf den Weg zur Caldera de Taburiente, haben wir einige schöne Regenbögen gesehen und auch die Mandelbäume standen schon in voller Blüte. Nähere Infos zum Nationalpark findet ihr auf www.caldera-de-taburiente.de.

Der Lorbeerwald auf la Palma

Im Nordosten der Insel liegt einer der bedeutesten Lorbeerwälder der kanarischen Inseln. Das 511 Hektar große Gebiet des »El Canal y los Tilos« wurde bereits 1983 von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat »Los Tilos« erklärt, dem ersten Biosphärenreservat der Kanarischen Inseln überhaupt. Heute ist die gesamte Insel La Palma ein Weltbiosphärenreservat (»Reserva Mundial de la Biosfera La Palma«) und auch die Inseln Lanzarote und El Hierro besitzen Biosphärenreservate. Den Kern dieses Biosphärenreservats bildet aber nach wie vor Los Tilos. (Quelle: www.caldera-de-taburiente.de/los-tilos-la-palma)

Es war eine sehr schöne Wanderung durch die feuchten Wälder und Schluchten.

Puntagorda – Mandelblüte und Drachenbäume

Auf den Kanaren wird gerne gefeiert. Es gibt viele Fiestas und wir hatten das Glück, dass zufällig in der Woche als wir auf la Palma waren das Mandelblütenfest „La Fiesta de Los Almendros“ in Puntagorda stattfand. Puntagorda ist ein kleiner Ort im Nordwesten der Insel. Es war ein tolles Fest und die Stimmung war großartig. Es gab zwei Bühnen und mehrere Stände für Essen und Trinken. Die Leute tanzten auf der Straße, ob alt ob jung, alle hatten Spaß.

Als wir im Puntagorda (liegt auf 600m Höhe) ankammen, war es viel kälter als im Süden. Zum Glück hatte ich eine lange Hose zum umziehen dabei.

Hier ein Video aus youtube von diesen Jahr, damit ihr euch vorstellen könnt wie die Stimmung war:

Die Drachenbäume

Berühmt sind auch die Zwillings­drachenbäume bei Puntagorda. Die Drachenbäume wachsen auf den Kanaren und stehen unter Naturschutz. Für die Ureinwohner der Kanaren (den Guanchen) sind sie heilig. Sie sind ein Symbol für Fruchtbarkeit und Weisheit.

Aber nicht nur die Drachenbäume sind beeindruckend, auch die Bananenstauden, Avocadobäumen oder Palmen und natürlich die vielen Blumen machen die Insel zauberhaft.

Gastrotipps:

Restaurant Chipi Chipi

Bei unseren Ausflug nach Santa Cruz fanden wir ein tolles Restaurant in der Nähe. Das „Chipi Chipi“ liegt etwas oberhalb von Santa Cruz, ca. 15 Fahrminuten entfernt. Nicht nur der Name klingt lustig. Es ist auch außergewöhnlich gebaut und künstlerisch eingerichtet. Leider waren wir abends da und zu dunkel um alle Details im Innenhof zu sehen. Es lohnt sich tagsüber hinzugehen. Einen guten Eindruck kriegt man auf der Internetseite des Restaurants . Dort kann man auch eine 360º Tour durch das Restaurant machen.

Wir hatten eine kleine Kabine für uns allein. Das „Chipi Chipi“ ist ein Grillrestaurant, es gibt also hauptsächlich Fleisch, Fisch und Wurst.

Restaurant Taberna del Puerto in Tazacorte

Auch ein sehr schöner Restaurant in super Lage. Ist das Restaurant Taberna del Puerto am Hafen von Tazacorta. Wir haben dort gegrillten Fisch gegesen und es war sehr gut.

Gin Tonic mit Aussicht

Mein Gin Tonic genoß ich diesmal in der Strandbar „Kiosco Reme“ in el Remo.

La Palma ist eine wunderschöne  und sehr abwechslungsreiche Insel. Es gäbe noch sehr vieles über was ich schreiben könnte und sehr vieles was ich noch auf la Palma machen möchte. Ich komme bestimmt mal wieder!  Morgen geht es dann Richtung Teneriffa, dann könnt ihr bald lesen was wir dort so alles erleben.

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